
Österreich ist seit Jahrhunderten ein Ort, an dem sich Glaube und Kunst gegenseitig durchdringen. Der gotische Stephansdom erhebt sich als steinernes Symbol der Sehnsucht nach Gott, während die barocken Kirchen Wiens – Karlskirche, Peterskirche, Jesuitenkirche – den Glauben in Licht und Raum übersetzen. Hier erklingen bis heute die Messen Mozarts und Haydns, Musik als Gebet, das die Sprache übersteigt.
Religion und Kunst teilen eine innere Bewegung: Beide suchen das Unsichtbare im Sichtbaren, beide öffnen Räume für Transzendenz.
Auch die Moderne findet ihren Platz: Otto Mauer und das JesuitenFoyer wagten und wagen den Dialog mit zeitgenössischer Kunst, um die Frage nach Gott neu zu stellen. So bleibt Wien eine Stadt, in der Kirche und Kunst nicht bloß Tradition, sondern lebendige Begegnung sind – ein gemeinsames Ringen um das Geheimnis, das größer ist als wir.
