Aschermittwoch

Mit der Feier des Aschermittwochs tritt die Kirche ein in die Zeit der vierzigtägigen österlichen Bußzeit - vulgo Fastenzeit. Während dieser Zeit soll sich jeder

Getaufte persönlich, aber auch in Gemeinschaft mit der Gesamtkirche auf die Dreitagefeier von Ostern vorbereiten. Diese Vorbereitung kann vor allem mit

den drei Grundhaltungen der Väter eingeübt werden: Dem Fasten, dem Gebet und dem Almosengeben.

Nicht zu vergessen ist die hohe Bedeutung des Bußsakramentes in dieser Zeit - dieses hat von Aschermittwoch bis Pfingsten eine Vorangstellung für alle jene, die es nur einmal

im Jahr empfangen, weil sie es nach dem Gebot der Kirche möglichst in diesem Zeitraum empfangen sollen.

 

Frömmigkeitsübungen, wie etwa der Kreuzweg oder der schmerzreiche Rosenkranz fördern die Bußhaltung der einzelnen Christinnen und Christen und sind auch eine

Vorbereitung auf die Passionszeit, die mit dem 5. Fastensonntag (Judica) beginnt und uns das Leiden Jesu von Gründonnerstag bis zu seinem Tod am Karfreitag verinnerlicht.

 

Die Namen der sechs Fastensonntage, die trotz ihrer Anberaumung in der Fastenzeit einen österlichen Charakter aufweisen, sind den Anfangsworten der jeweiligen Introitus-Verse entnommen:

1. Invocabit/Invocavit

2. Reminiscere

3. Oculi

4. Laetare

5. Iudica

6. Palmarum / In Palmis

(Merkspruch: In rechter Ordnung lerne Jesu Passion)